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Deutschlands beste Spielzeugmacherin PDF Print E-mail
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Deutschlands beste Spielzeugmacherin

Christel Hollstein beim Deutschen Handwerkstag in Bayreuth ausgezeichnet

Deutschlands beste Nachwuchs-Spielzeugmacherin Christel Hollstein aus Flöha erhielt die Auszeichnung aus den Händen von Bayerns Landeschef Horst Seehofer(l.) und Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.

Flöha. Die 20-jährige Flöhaerin Christel Hollstein ist die derzeit beste junge Holzspielzeugmacherin in Deutschland. Sie ist eine von insgesamt 3000 Junghandwerkern, die sich beim Leistungswettbewerb der Handwerkskammern dem Vergleich gestellt hatten. Während der großen Festveranstaltung zum Deutschen Handwerkstag in Bayreuth, wo Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) das Schaffen der jungen Handwerker lobte, konnte sie die Auszeichnung als Beste in ihrem Berufszweig entgegennehmen. Insgesamt 150 Bundessieger wurden ausgezeichnet.

Talent in die Wiege gelegt

Die Liebe zum Naturwerkstoff Holz wurde der begabten Handwerkerin in die Wiege gelegt. Sie ist als Tochter eines Tischlermeisters mit dem Geruch von Holzspänen aufgewachsen. Vater Thomas Hollstein ist bereits die vierte Generation in der Tischler-Familie, die den Flöhaer Betrieb fortführt. Und auch ihre ältere Schwester Claudia konnte sich dem Werkstoff und den vielfältigen Produkten nicht entziehen. Sie führt seit sechs Jahren in Flöha die Holzgalerie, in der Holzkunst angeboten wird.

Dennoch hatten ihre Eltern ihr die Entscheidung über die berufliche Zukunft vollkommen selbst überlassen. "Ich habe frei wählen können, welchen Beruf ich lernen möchte. Aber schon sehr früh war für mich klar, dass ich Holzspielzeugmacherin werde", erzählt sie.

Beste der Berufsschule

Nach dem Abschluss der Realschule begann sie 2007 ihre Lehre. Die theoretische Ausbildung absolvierte sie in der Hochburg der traditionellen Spielzeugmacherei in Seiffen. Als beste Absolventin der Berufsschule hatte Christel Hollstein den sächsischen Landeswettbewerb bereits für sich entscheiden können. Beim bundesweiten Vergleich wurde schließlich ihr Gesellenstück in die Bewertung einbezogen. Der knapp 80 Zentimeter große beleuchtete Leuchtturm fand große Zustimmung. "Maritime Motive sind in unserer Familie schon länger beliebt, und ich finde die schlichte Gemütlichkeit, die das Nordische so in sich hat, besonders schön", begründet sie. Die praktischen Fähigkeiten hat sie als Lehrling bei dem Eppendorfer Holzspielzeugmacher Torsten Martin erlernt. "Dort habe ich eine ganz hervorragende Ausbildung genießen können und bin dafür sehr dankbar", will sie unbedingt los werden.

Dass auch der Eppendorfer Holzkünstler, der mit seinen witzigen Möwen in diesem Jahr bereits den Designpreis "Tradition und Form" gewonnen hat, ebenfalls einen Einfluss auf die Wahl des Motivs hatte, will sie gar nicht erst verheimlichen.

Nach dem Abschluss ihrer Lehre hat sie das Werkzeug jedoch zunächst wieder beiseitegelegt. "Ich drücke jetzt wieder die Schulbank und mache im nächsten Jahr mein Fachabitur. Danach möchte ich gern Holzdesign oder Innenarchitektur studieren. Aber dem Holz werde ich auch künftig treu bleiben", verrät sie noch.